Wenn das klassische Hörgerät nicht mehr weiterhelfen kann

Zusätz­lich war es durch die Entzündung zur Bildung von Narben­gewebe gekommen, das die Umsetzung der Schallwellen ebenfalls stört. In der Folge konnte Hartmut Blum auf dem rechten Ohr nichts mehr hören. Um seine Hörfähigkeit zu retten, empfahl ihm Professor Thomas Lenarz von der Medi­zinischen Hochschule Hannover ein Cochlea-Implantat, kurz CI: „Das Cochlea-Implantat umgeht die Haarzellen, sendet die Schallinformationen gleich als elektrisches Signal an den Hörnerv. Von dort gelangen die Impulse weiter ins Gehirn, wo sie als Klänge wahrgenommen werden.“

Hartmut Blum entschied sich für ein CI-System des führenden europäischen Herstellers MED-EL.

Schwerhörigkeit kann die verschiedensten Ursachen haben: Lärmtrauma, Hörsturz, Entzündung, Missbildung, Tinnitus, Schaden durch Medikamente oder altersbedingte Hörminderung etc. Auch Covid-19 kann zur Gefahr für das Hörvermögen werden. So wi­derfuhr es Hartmut Blum, einem 60-jährigen VW-Ingenieur und Familienvater aus dem Raum Hannover. Er hat zwar trotz schwerer Infektion die Krankheit überwunden, aber beim Versuch des Immunsys­tems, die Viren zu vertreiben, wurden wohl empfindliche Haarzellen in der Hörschnecke irreparabel zerstört.

Die Hörfähigkeit auf dem rechten Ohr konnte er zum großen Teil zurückerlangen. Für das linke Ohr überlegt er sich, je nach weiterer Entwicklung, ebenfalls ein CI. Sein persönliches Fazit: „Ein Wunder, dass ich Corona überlebt habe – genauso, dass ich wieder hören kann. Jetzt genießen wir unser zurückgewonnenes Leben. Denn eines ist klar: Ohne meine Frau hätte ich das nie geschafft.“

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