Auf der Suche nach dem letzten Haus
In einer Zeit zunehmender Feuerbestattungen war es der gelernten Schreinerin und Künstlerin Victoria Kerszt ein persönliches Anliegen, sich als Kunstschreinerin mit dem Thema Urne zu beschäftigen. Deshalb verwendet sie für die „letzten Häuser“ auch fast ausschließlich Holz.
Die Kultur des Abschiednehmens ist heute noch immer von vielen Tabus geprägt und viel zu oft noch in Konventionen und tradierten Ritualen erstarrt, die weder zeitgemäß noch tröstlich erscheinen. Warum bewegt sich die Gestaltung einer Urne bis heute zumeist nur im herkömmlichen symbolischen Spannungsfeld zwischen Dürers „betenden Händen“ oder irgendwelcher Kreuz- oder Rosenapplikationen in möglichst billiger Massenherstellung? Warum sollte man nicht generell in einen völlig neuen Diskurs über Tod, Trauer und die individuelle Gestaltung des Abschieds treten“?
Stilvoller Abschied
Alle Urnen werden in Handarbeit gefertigt und sind Unikate. Sie haben in der Regel eine Höhe von 27 cm und einen Durchmesser von 20 cm und sind für alle gängigen Aschekapseln geeignet. Sie entstehen aus heimischen Hölzern und Furnieren, die qualitativ hochwertig sind. Die Oberflächen sind entweder naturbelassen, geölt oder geseift. Der nachhaltige respektvolle Umgang mit Material und Ressourcen, sowie die Zusammenarbeit mit lokalen Gewerken und möglichst kurze Wege stehen für Victoria Kerszt bei der Fertigung im Mittelpunkt. Auf Wunsch werden auch Urnen nach persönlichen Vorstellungen oder mit variablen Maßen angefertigt.
